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Donnerstag, 22. Juni 2017

Freiheit

Freiheit ist wie Sterben. Plötzlich wird man ganz still. Man nimmt sich immer mehr zurück und kehrt in sich und die eigene Welt ein. Man lässt die anderen da draussen einfach sein. Weiter dreht sich das Rad auch ohne einen. Jenseits von Gruppenzwang und Gesellschaftsdrang erwacht man dann und erfährt ein unglaubliches Freiheitsgefühl.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Rätselhaft


Im Schritt der Zeit gibt es einen klaren Pfad. Der Gang selbst schreitet voran. Der Fluss hat eine Richtung. Der Lachs kennt einen Weg zurück zum Ursprungsort. Der Vogel ist der Lüfte wegen. Der Schildkröte Kompass sind die Meeresströme. Den Vierbeinern sind Berg wie Tal, Erdloch wie Himmelsgewächs gegeben. 
Und ich stehe irgendwo auf einem Hügel, oder liege in einem Wohnzimmer, oder sitze an einem Rechner oder in einem Flugzeug oder U-Boot, und schau mir die ganzen Pfade an. Und ich schau mir an wer welche Wege geht, oder kriecht, oder steigt, oder fliegt, oder schwimmt. 
Und ich wundere mich: „Welchen Weg soll ich gehn?“ Und ich probier viele Wege aus und erkenne, dass ich sie nachgestalten kann. Ich kann ohne Flossen schwimmen, ohne Flügel fliegen. Ich kann auf Bäumen wachsen und im Boden Löcher bohren. 
Wie die Biber kann ich Brücken bauen, wie der Specht Gebilde hauen. Und dann, kann ich es krachen lassen! Und aus den Trümmern erneut erwachen. Wie der Baum kann ich da stehen und Wurzeln schlagen. Oder wie ein Stein da sitzend ein Universum von Mineralien tanzen lassen bis die Stille nichts erreicht. 
Wer bin ich? 

Samstag, 13. Juli 2013

Die Genealogie der Gedankengänge

Einfach nur schreiben. Einfach nur Gedanken widergeben. Der ganze Zitierzirkus geht mir auf die Nerven. Strukturen! Disziplin! Verzwirnt in den Netzfäden anderer. Bläähh

Und wie wichtig es doch ist auf diese Verbindungen hinzuweisen um die Genealogie der Gedankengänge zu verstehen. Auch sind Verweise wichtig um gewissen Gedanken nachgehen zu können, sie zurück verfolgen, sie neu berücksichtigen. Wegweiser ergeben sich wie "Darwin","Nietzsche" und "Foucault","Sarasin" oder "Christentum","Buddhismus" oder "Demokratie", "Sonnensystem","Universum" et cetera. Wege die auf Gedanken hinweisen, auf Wahrnehmungsmöglichkeiten und deren Wandelbarkeit, Fluss und Reichweite.

Ich will ja wissen, was fliesst in die Wahrnehmung eines Lebewesens hinein? Mich interessiert ein Gesamtbild. So verlangen es meine Sinnesorgane, so beschaffen ist mein Gehirn.

Des Zitierzirkus, dieses menschlichen Spinngewebes Punkt ist genau der Punkt, dass er den Fluss von Linien ermöglicht, sowie ein System der Sichtbarkeit schafft. Formen sind der Sinne wegen. Was ist die Kunst ohne Linien? Die Mathematik ohne Formeln? Was ist eine Skulptur ohne Umrisse? Eine Gestalt ohne Körper? Eine Sippe ohne Sitte? Ein Getränk ohne Behälter? Beschaffenheit ohne Kondition? Sprache ohne Wort?

Ein Historiker gibt mir zu verstehen, Genealogie als Verfahren zur Erforschung von Pfaden geschichtlichen Herkommens. Gedanken gehen auf Pfaden und laufen mit der Zeit.

Krishnamurti hat mich im Nachdenken über Fragmente. Das Ganze sehen. Und da ist es wieder, das Gesamtbild nachdem ich mich sehne. Und ich denke wieder an Mandelbrot. Was ist ein Fraktal? Ist es ein Fragment? Ein Moment des Ganzen? Ein Punkt. Wie liesse sich auch das Ganze erfassen in seiner Vielfalt ohne Anhaltspunkte?

Die Genealogie der Gedankengänge ist ein Verfahren zur Erforschung von gedanklichen Pfaden im Fluss durch Raum und Zeit.

Samstag, 1. Juni 2013

Also sprach...

Nietzsche vom Menschen als gespanntes Seil zwischen dem Tier und dem Übermenschen, jenem der das Menschsein überwunden hat, jenem der über dem Menschen steht, oder schwebt? Unter dem Seil ein Abgrund. Ist das menschliche Dasein eine Spannung über einem Abgrund? Was Nietzsche da so von sich gibt durch seinen Zarathustra macht schon Sinn. Da muss ich doch glatt an die Chakras denken. Ich stelle mir diesen Energiefluss im Menschen vor vom ersten Chakra am Unterleib als tierisches Überleben bis zum siebten Energiepunkt der sich über dem Kopf quasi schwebend befindet, das Chakra der Erkenntnis, des Geistes, der Spiritualität. Ja, der Übermensch hat im violetten Chakra den Menschen vom Tiere unten her überwunden. So streckt er sich wie ein Seil, wie eine Wirbelsäule um überm Schädel Übermensch zu sein. Von da steuert sich auch der Körper ganz anders, die Wahrnehmung des Selbst des Ichs des Allerlei wandelt sich. Perspektivenwechsel und konsequenterweise auch ein Lebenswandel.

Depressed

You sit gloomy at the table with your loved ones laughing, unable to laugh and stiff. In fact, you feel annoyed but not with their laughter ...