Donnerstag, 28. November 2013

Little mermaid no more? Keine kleine Meerjungfrau mehr? ¿Tan tan sirenita?

The little mermaid is no longer little nor a mermaid. She is a woman. A happy, fulfilled woman who gets to live the life of her choosing, even contrary to the established norm which brought her forth. And it cost her tears and heartache to get there. Oh, she didn't care about the controversy. But she did almost lose it all. She fell in love with her dream, she knew who she wanted to be. Now she's happy. And this happiness with herself radiates beauty. People make portraits of her and tell her story.

Die kleine Meerjungfrau ist weder klein noch eine Meerjungfrau mehr. Eine glückliche, erfüllte Frau ist sie, eine die das Leben leben darf, das sie sich aussuchte, auch wenn es gegen die etablierte Norm geht die sie hervorbrachte. Und es hat sie Tränen und Herzensblut gekostet um es zu erreichen. Ach, die Kontroverse war ihr egal. Aber sie hat doch fast alles verloren. Sie hat sich in ihren Traum verliebt und wusste wer sie sein wollte. Nun ist sie glücklich. Und diese Selbstzufriedenheit strahlt Schönheit aus. Leute machen Bilder von ihr und erzählen ihre Geschichte.

La pequeña sirenita ya no es pequeña ni es sirenita. Es una mujer. Una mujer feliz y plena que puede vivir la vida que ella escogió, aún en contra de las normas establecidas que la produjeron. Y le costó lágrimas y dolor de pecho alcanzarla. Ay, la controversia no le importó. Pero sí, casi lo perdió todo. Se enamoró de su sueño y sabía bien quien quería ser. Ahora es feliz. Y esa felicidad consigo misma irradia belleza. Hay gente que hace retrados de ella y que cuenta su historia.

The Siren
http://rpowell77.deviantart.com/art/Mermaid-368963558

She is often depicted with a slender figure - though this is only someone's imagination. Perhaps it is meant to represent the lightness of her spirit, which has nothing to do with her actual form. The little mermaid may very well be very tall or rather short, quite round or rather curvy, perhaps edgy instead or muscular or even a little squared. Perhaps she is voluptuous and big-breasted or she could be flat as a board, bony or fleshy. She could have any form imaginable.

Sie wird oft als eine schlanke Figur dargestellt - dies ist aber lediglich der Phantasie eines Menschen entsprungen. Vielleicht soll es ihre Leichtigkeit des Seins widerspiegeln, was nichts mit ihrer eigentlichen Form zu tun hat. Die kleine Meerjungfrau könnte sehr wohl sehr gross sein oder eher kurz, ziemlich rund oder eher kurvenreich, vielleicht ist sie doch kantig oder muskulös oder sogar ein Bisschen viereckig. Vielleicht ist sie wollüstig und grossbrüstig oder sie könnte flach wie ein Brett sein, knochig oder fleischig. Sie könnte irgendeine Form haben, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Se le representa con frecüencia como una figura delgada - lo que no es más que la fantasía de alguien. Tal vez se supone que refleja su espíritu ligero, lo que no tiene nada que ver con su forma real. La sirenita podría ser muy grande o más bien chaparrita, podría ser bastante redonda o más bien llena de curvas, tal vez es angulosa o musculosa o hasta un poco cuadrada. Tal vez es gordita y chichona o plana, tal vez es huesuda o carnosa. Podría tener la forma que sea, no tiene límites la imaginación.


What's important is that she is happy and thus radiates beauty. She can also be old, quite old with wrinkles and spots on her skin, with short hair or grey or none.

Wichtig ist, dass sie glücklich ist und so Schönheit ausstrahlt. Sie könnte alt sein, sehr alt mit Falten und Flecken auf ihrer Haut, mit kurzen Haaren oder grauen oder keinen.

Lo que importa es que ella es feliz y así es como irradia belleza. Podría ser ella vieja, muy vieja con arrugas y manchas en la piel, con el cabello corto o gris o nel.


It doesn't matter. She is a happy one. For the little mermaid is no longer little nor a mermaid. She's a woman.

Es ist egal. Sie ist glücklich. Denn die kleine Meerjungfrau ist weder klein noch eine Meerjungfrau mehr. Sie ist eine Frau.

No importa. Ella es feliz. Porque la pequeña sirenita ya no es pequeña ni es una sirenita. Es una mujer.

Dienstag, 26. November 2013

Großvater Gadamer

Deutscher Philosoph Hans-Georg Gadamer (1900-2002)
Hans-Georg Gadamers Art zu sprechen ist unkompliziert. Er erzählt wie ein Großvater, der uns liebevoll seine Erfahrung als Weisheit verpackt mit auf den Weg schenkt; seine Einsicht darüber was wirklich wichtig ist im Leben: die Liebe zwischen den Menschen. Er nennt sie Solidarität, das sich verstehen zu lernen, das sich gegenseitig kennen. Für Gadamer ist die Hermeneutik die Kunst des Zuhörens, und er erinnert uns daran, wie schwer hören zu lernen eigentlich ist. Er hat recht. Ein haitianischer Fischerprinz sagte mal zu mir, daß hören lernen gar wichtiger sei als sprechen, und daß nicht viele Menschen das könnten.

Die menschliche Welt ist eine Welt der Worte, in welcher die Ideologien die der menschlichen Geschöpfe Köpfe ausmachen, großen Teils aus Worten bestehen. Es ist wichtig, ein Bewusstsein für die Macht der Worte zu entwickeln. Alle Menschen gehen mit Sprache um, aber nicht alle tun es hermeneutisch, das heisst verstehend. Bei der Vieldeutigkeit der Sprache, reicht es nicht die Welt zu erklären, man muss sie auch verstehen können. Deswegen ist Solidarität so zentral, also Liebe. Gadamer sagt, die Sprache sei überhaupt erst im Gespräch, also im Dialog zwischen den Menschen. Wir müssen im sprachlichen miteinander auch miteinander die Sprache entwickeln. Zwischen Freunden bildet sich Solidarität indem man sich gleichsam versteht, indem man Gemeinsames teilt, so daß man sich so sehr versteht, daß man am Ende keine Worte mehr braucht.

Bei der Sprache geht es über Kommunikation weit hinaus, es geht um Verständnis. Es geht darum, daß man sich die Zeit nimmt dem anderen zuzuhören, daß man sich die Mühe macht ihn zu verstehen. Eine moderne Welle der Entfremdung droht immermehr die Solidarität unter den Menschen zu zerreissen. Wo sind die solidarischen Momente alle hin? Wo treffen sich heutzutage Philosophen um zusammen die Welt zu verstehen? Wird in den Kneipen nur noch gesoffen? Wer nimmt sich heute schon Zeit der alten Dame an der Haltestelle mal ein Ohr zu reichen? Was soll der Penner schon zu sagen haben? Auch in der Sippe laufen wir rum wie Fremde. Es ist fast, als gäbe es Zeit zum zuhören nicht. Was ist wichtiger als Solidarität und Verständnis, als Liebe unter den Menschen?!

Nude awakening

Awakening of the forest, Paul Delvaux, 1939
Human nature: can't dismiss it just because we've misbehaved as humans.
Hot-cold: good for circulation. I spent a good 20 minutes in the sauna at the gym and sweat like a waterfall. In the showers I did my usual ice-cold rinse-off with the hose of ice. There is something primal about this intense heat-cold-experience. I think about the Earth and it's climatic cycles. Dinosaurs - Ice-Age, summer - winter, desert - glacier. A desert at night can become very cold. A glacier will melt when it's hot. Rivers dry out and rivers are born. So I try to appeal to this primal part of my biological memory and re-memory living in an ice-age as well as coming from heat (think star energy, the sun, mating season).

I conclude that human nature is very vast and, sure, we make mistakes along the way. At heart we got the right idea. Love and faith in this love have brought us thus far - for a reason. What is love? Unity, union, communion, community. Entertain for a moment a thought of 'primal love', as in: mating. Does it evolved become love for pleasure? The promise of pleasure certainly enhances the chances for mating.

Mating is heat-generating. On the other extreme, death is cold. Life-making is heat-generating. Think animals, plants; think frogs, fish, ants; think spiders, bees, birds, flowers; think mating dinosaurs; think mammals, rabbits mice, rats, lice. Get the picture? Think even microscopic cells. They get close to get on going. A cell can become a union of two, four, eight and so forth more cells. They mesh and merge: an inter-change. Or as a wise man would say, they inter-are. They change, evolve, develop to suit the demands of life. Life is movement. Ok?

Primal love: mating: union, communion: together to go on, like, together we're strong. Think fungi, trees in a forest. So, that's basic. Each cell in an organism has stored this, one of many things, of course. We're merely entertaining a thought in a universe of possibilities. Heat means movement, life. On the other hand, think of the ice as a preserver of life. And what about empty space in atoms, grey matter in the brain, dark matter in space? Is life in atoms the little proton, neutron, electron balls generating heat? Or is the empty space like the ice the one to preserve this spark of life?

Dienstag, 15. Oktober 2013

Zwei Raben

Da saßen zwei Raben hoch oben auf einem Ast. Der eine drehte sich um und sah eine Gestalt die ihn betrachtete. "Schau an," sagte er zu seinem Artgenossen, "diese Gestalt da schaut uns an."
"Nein," sagte der andere, "da guck ich nicht zurück! Diese Gestalten sind voller Unglück! Neugierig packen sie dich und studieren dich. Ob sie dich essen können? Warum du bist? Alles wissen wollen sie über dich!"

So weilten die Raben, ob sie schauten oder nicht, immer auf den Ästen oder weit aussen im Feld. Nähern würden sie sich andern eingenartigen Tieren nicht. Vielleicht um zu zweit den Rotmilan in den Lüften zu schickanieren seiner Beute wegen. Sonst immer schön mit Abstand. Wer will schon von einer Kuh zertrammt werden oder von Hühnern in Stücke gehackt?
Der gnädige Lebensgeist  hat ja gut dafür gesrogt, dasss jeder findet einen Zufluchtsort.

Lesson of the river

Reull Vallis River on Mars

There is no distinction to the river between species.
It just flows.
What is memory to the river?
Will it remember that particular whirlpool under the bridge?
Oh, there is many a whirlpool!
Will it remember that particular fish?
Oh, the fish are many!
Will it remember that particular bed of rocks?
Oh, rocks are many! So many a rock!
It makes no difference to the river.
Its conclusion is the ocean, its background the ice.
Its course of action is winding movement...
so long there shall be water...
Then what is its inspiration?

For if you think of a river bed in a dry desert landscape,
like a foot print of where a river once made its bed.
What memories has it left of all the creatures in its belly,
all the life dancing around it, the feasts of rain from above?
Is it still river, that rocky roundness below?
Is it still what it once was made of?

Montag, 16. September 2013

Huhn

Ich träumte ich sei ein Huhn
auf einem alten Hof
wo ich ein erfülltes Leben gehabt,
viele Eier gelegt
und viel gegackert.
Eines Tages
kam mein Tod.
Mir wurd' der Kopf abgehackt.
Ich rannte kopflos umher.
So bin ich erwacht.
Das war einer
vieler Tode mehr.

von Blockaden

Ist eine Blockade etwas im Unbewussten das nicht im Bewusstsein hervorkommen kann?

In letzter Zeit fällt es mir schwer die Schrift zu ergreifen. Ich drücke mich gelegentlich in Worten aus - allerdings nur mit meinem Mann, er ist mein einziger Gesprächspartner. Mit den Kindern greife ich keine persönlichen Themen auf, sondern beschränke mich auf die Beantwortung ihrer Fragen sowie den Ausdruck von Anweisungen und Wegweisungen.

Mein Sohn ist mit seinen fast fünf Jahren viel gesprächiger als früher. Ich merke, im Gegensatz zu meiner ursprünglichen Annahme, dass er doch alles irgendwie, intuitiv verstünde, es nur noch nicht auszudrücken vermochte, er versteht vieles nicht von der Welt in die er hineingeboren. Doch kann er meine Gemütszustände nicht nur lesen, sondern verstehen. Dies trifft auch auf meine Tochter zu mit ihren fast drei Jahren. Allerdings befindet sie sich in einem anderen Erfahrungs- und Entwicklungsmoment. Ich lerne viel von meinen Kindern und merke meinerseits, dass ich mehr weiß, als ich ausdrücken oder erklären kann. Ich merke auch, dass mit der Zeit mehr Klarheit kommt.

Ich gehe davon aus, dass das Gehirn bewusste und unbewusste Informationen speichert, welche dann verarbeitet werden. Wenn es zu keiner Verarbeitung bestimmter Informationen kommt (Pathologie/Krankheitsbild) könnten Blockaden dafür verantwortlich sein. Gewisse Informationen - vielleicht ist etwas besonders unklar, schwierig, beschämend, schmerzhaft oder angsteinflößend - werden zurückgehalten, denn sie bedürfen besonderer Verarbeitung.

Die Blockaden an sich dienen vielleicht als Überlebensmechanismus um die konstante Verarbeitung lebenswichtiger Informationen zu gewährleisten. Stark emotional geladene Erfahrungsprozesse, zum Beispiel, können einen größeren energetischen Verarbeitungsbedarf haben. Um damit fertig zu werden braucht das Gehirn Zeit, auch wenn es sich quasi als Patient konzentriert damit befassen sollte. Denn das Leben geht weiter und fordert täglich aufs neue die Funktionsfähigkeit des Organismus, Gefäß des Geistes, sowie die Verarbeitung von Informationen, von den Preisen im Laden über Nachrichten bis zu hochkomplexen Arbeitsverfahren, über die wir vielleicht gar nicht nachdenken, so automatisiert sind sie schon.

Nun ist auch die qualitative wie die quantitative Intensität von Lebensereignissen zu beachten. Einerseits könnte man von einer traumatisierenden Erfahrung sprechen die zutiefst prägend ist. Dies gilt natürlich auch für positive Erlebnisse, die machen zum Glück nicht krank. Andererseits kann Stress, zum Beispiel, über Tage, Wochen, Monate und Jahre zu einem großen zu verarbeitenden Haufen Erfahrungen sich ballen und festsitzen und krank machen. So sind Methoden zur Verarbeitung und Bewältigung von Lebenserfahrungen sehr wichtig für das Wohlergehen eines Lebewesens.

Wie gehen Tiere mit schwierigen Erfahrungen um? Können wir etwas von ihnen lernen?

Mir scheint als gingen Tiere mit dem Leben voran, auch wenn sie zutiefst unglücklich sein mögen. Welch andere Wahl haben sie denn? So ertragen auch Menschen ungeheures Leid. Diese aber haben die Möglichkeit zur Entwicklung und Anwendung bestimmter Methoden um dieses Leiden zu bewältigen und auch das Leiden anderer zu lindern.

Samstag, 13. Juli 2013

Die Genealogie der Gedankengänge

Einfach nur schreiben. Einfach nur Gedanken widergeben. Der ganze Zitierzirkus geht mir auf die Nerven. Strukturen! Disziplin! Verzwirnt in den Netzfäden anderer. Bläähh

Und wie wichtig es doch ist auf diese Verbindungen hinzuweisen um die Genealogie der Gedankengänge zu verstehen. Auch sind Verweise wichtig um gewissen Gedanken nachgehen zu können, sie zurück verfolgen, sie neu berücksichtigen. Wegweiser ergeben sich wie "Darwin","Nietzsche" und "Foucault","Sarasin" oder "Christentum","Buddhismus" oder "Demokratie", "Sonnensystem","Universum" et cetera. Wege die auf Gedanken hinweisen, auf Wahrnehmungsmöglichkeiten und deren Wandelbarkeit, Fluss und Reichweite.

Ich will ja wissen, was fliesst in die Wahrnehmung eines Lebewesens hinein? Mich interessiert ein Gesamtbild. So verlangen es meine Sinnesorgane, so beschaffen ist mein Gehirn.

Des Zitierzirkus, dieses menschlichen Spinngewebes Punkt ist genau der Punkt, dass er den Fluss von Linien ermöglicht, sowie ein System der Sichtbarkeit schafft. Formen sind der Sinne wegen. Was ist die Kunst ohne Linien? Die Mathematik ohne Formeln? Was ist eine Skulptur ohne Umrisse? Eine Gestalt ohne Körper? Eine Sippe ohne Sitte? Ein Getränk ohne Behälter? Beschaffenheit ohne Kondition? Sprache ohne Wort?

Ein Historiker gibt mir zu verstehen, Genealogie als Verfahren zur Erforschung von Pfaden geschichtlichen Herkommens. Gedanken gehen auf Pfaden und laufen mit der Zeit.

Krishnamurti hat mich im Nachdenken über Fragmente. Das Ganze sehen. Und da ist es wieder, das Gesamtbild nachdem ich mich sehne. Und ich denke wieder an Mandelbrot. Was ist ein Fraktal? Ist es ein Fragment? Ein Moment des Ganzen? Ein Punkt. Wie liesse sich auch das Ganze erfassen in seiner Vielfalt ohne Anhaltspunkte?

Die Genealogie der Gedankengänge ist ein Verfahren zur Erforschung von gedanklichen Pfaden im Fluss durch Raum und Zeit.

Samstag, 1. Juni 2013

Also sprach...

Nietzsche vom Menschen als gespanntes Seil zwischen dem Tier und dem Übermenschen, jenem der das Menschsein überwunden hat, jenem der über dem Menschen steht, oder schwebt? Unter dem Seil ein Abgrund. Ist das menschliche Dasein eine Spannung über einem Abgrund? Was Nietzsche da so von sich gibt durch seinen Zarathustra macht schon Sinn. Da muss ich doch glatt an die Chakras denken. Ich stelle mir diesen Energiefluss im Menschen vor vom ersten Chakra am Unterleib als tierisches Überleben bis zum siebten Energiepunkt der sich über dem Kopf quasi schwebend befindet, das Chakra der Erkenntnis, des Geistes, der Spiritualität. Ja, der Übermensch hat im violetten Chakra den Menschen vom Tiere unten her überwunden. So streckt er sich wie ein Seil, wie eine Wirbelsäule um überm Schädel Übermensch zu sein. Von da steuert sich auch der Körper ganz anders, die Wahrnehmung des Selbst des Ichs des Allerlei wandelt sich. Perspektivenwechsel und konsequenterweise auch ein Lebenswandel.

Freitag, 24. Mai 2013

tip

Only by observing and absorbing the true nature of things — by apprehending the rhythms and cycles that guide all creation — can we discover the laws that apply to our own individual lives. Examine yourself and the overall situation — not just with the thought of discovering truth, but with the vision of concentrating your personal power.

Dienstag, 21. Mai 2013

von Frankfurt-Oder nach Berlin an einem Januar im frühen XXIsten

Jetzt bin ich einfach müde. Bei letzter Dunkelheit war mal wieder der Teufel am tanzen. Party bei Lukas & Max in August-Bebel. In der alten Leipziger hatte ich noch den Rest des Whiskeys getrunken. War spielerisch drauf danach, die graue Wolke die mich in den letzten Tagen hatte angefangen zu bedrücken zog vorbei. In der Tram habe ich wie'n Affe etwas an den Stangen rumgeturnt. Bei Ankunft in AB bekletterte ich ein paar Bäume, oder versuchte es. Einer war mir sehr gerecht und ich machte es mir auf und zwischen seinen Ästen bequem, schloss meine Augen und belauschte den kräftigen Wind. Das tat mir so wohl, ich wollte gar nicht mehr zurück in das zivilisierte, soziale Dasein. Ich wollte die Augen nicht öffnen und den Parkplatz sehen oder die Häuser, weder die Autos noch die Lichter wollte ich sehen. So schloss ich die Augen und beschloss auf dem Baum zu bleiben. Was wollte ich mich in eine künstliche Wohnung auf einen harten Stuhl setzten und saufen und reden!? Auf dem Baum gespreitzt war ich doch viel glücklicher und natürlicher ... bis auf meine rote Jacke, meine Jeans und meine Tennisschuhe. Aber auch die sah ich nicht mit den Augen zu. So stellte ich mir vor ich hätte noch meinen primitiven protomenschlichen Pelz auf der Haut. Wie schön die Zeit ....
Wie hat der Mensch gedacht bevor es Worte gab? Bilder, Gerüche und Gefühle?
Ich habe versucht zu verstehen was denn der laute Wind so sprach, aber ich konnte meine Entfremdung nicht mehr überwinden. Dann wurde mir langsam kalt ... ich hatte eh beschlossen, dass wenn meine Körperspitzen kalt würden, ich vom Baum niedergehen würde. So musste ich einsehen: Mein Körper mag die Kälte nicht, und verdorben bin auch ich. Ich bin ein verdorbenes bipedales Biest - nicht mehr ganz frei aber auch nicht vollkommen gezämt. Und doch bin ich ein Gefangener meiner Zivilisation, meiner Gesellschaft. Entfernt bin ich von meinem ursprünglichen Dasein, entfremdet inmitten meiner eigenen Natur, inmitten einer Welt die nicht mehr mir gehört und ich bewege mich auf einer vergewaltigten Landschaft, die auch ich mit jedem Schritt, mit jedem Kilometer auf meine Gesäß vergewaltige. Bin ich denn noch Mensch?
Was denn IST Mensch?
Max hatte eine sehr interessante Antwort auf die Frage der Gedanken im Menschen vor der Sprache, also vor dem Wort. Er verfolgte es zurück auf die Mathematik, auf logisches Denken. Logik, Relation. 1+1=2 Wand+Wand+Wand+Wand=Haus ....
Das bipedale Wesen wird zur vergewaltigenden und vergewaltigten Gestalt. Und doch ist dessen Entwicklung unaufhaltsam. Aber unser Schicksal intetessiert uns nicht mehr und wir haben unseren Pfad aus den Augen verloren während wir in unserem eigenen Karussell die Runden drehen. Wir haben aus der Welt einen Karnival gemacht und aus uns verstümmelte Wesen, komische Vögel und Schattengestalten.
Ich mache jeden Tag gebrauch von unserem Fortschritt und bin abhängig davon. Doch es fasziniert mich oftmals nicht. Mehr Frieden finde ich auf einem Baum. Und doch wandere ich, manchmal allein, durch diesen Karnival und verliere mich im Zelt der Lust, des Begehrens, der Sucht, der Selbstzerstörung. Manchmal reite ich ein Kunstpferd auf dem Karussell der Eigenwichtigkeit.
Ja, als Mensch lebe ich damit ein Krimineller, ein Vergewaltiger und Verdorbener zu sein. Ich bin auch Glückskind und Spieler, manchmal ein Gauner und Halunke. Dann bin ich Zuschauer, dann bin ich Show. Ich liebe den existentiellen Karnival und will mehr. Ich hasse ihn auch und will zurück in den Mutterleib.

Nimms nicht so ernst, Kind. Verstehst du denn nichts vom Träumen? Mach aus deinem Besuch keinen Zeitverlust, mach keine Trauer. Lerne deinen Traum zu steuern, entdecke dein Geschenk. Mach die Ohren steif und hör zu was dir das Leben in die Seele flüstert. Danke für jeden guten Traum und wisse, dass jeder böse Traum ein Ende hat.

Ah Berlin, wie du mir das Leben hast geschenkt .... jetzt haust du einen drauf und schenkst mir Erleuchtung! Ich liebe dich und bin für deinen Plan bereit. Berlin, wie du aus den Trümmern blühst. Ich sehe deine Narben und du verstehst die meinen.

muffin top - chalice reject

I look particularly fat in Warrior Two, as I noticed in the large mirror in the workout room at the gym where yoga class is held. The bone t...